Gemeinsam Ressourcen schonen: Beiersdorf und Sabic starten Zusammenarbeit im Bereich zertifizierter, erneuerbarer Kunststoffe für Kosmetikverpackungen

  • Beiersdorf geht einen weiteren Schritt hin zu nachhaltigeren Verpackungen: Plastik aus erneuerbaren Rohstoffen wird ins Portfolio aufgenommen
  • Damit ist das Hautpflegeunternehmen unter den Vorreitern im Kosmetik-Massenmarkt: bereits 2021 sollen Produkte mit Verpackungen aus erneuerbarem Polypropylen (PP) auf den Markt kommen
  • Zertifiziertes, erneuerbares PP aus Sabics ‚TRUCIRCLE™‘ Produkt-Portfolio wird aus einem Nebenprodukt der Zellstoffindustrie hergestellt und ersetzt fossile Rohstoffe

Hamburg, 11. Dezember 2020 – Beiersdorf und das Chemieunternehmen Sabic gehen eine Kooperation ein. Ziel ist es, nachhaltige Kosmetikverpackungen auf den Markt zu bringen, die zertifiziertes, erneuerbares Polypropylen (PP) aus Sabics ‚TRUCIRCLE™‘ Produktportfolio einsetzen. Bei der Herstellung des erneuerbaren PP’s werden fossile Rohstoffe durch pflanzenbasierte ersetzt. So will das Hautpflegeunternehmen dazu beitragen, den Einsatz von fossilem Neuplastik in seinen Produktverpackungen weiter zu reduzieren.

Bei dem erneuerbaren Rohstoff, der die Ausgangsbasis für den nachhaltigen Kunststoff bildet, handelt es sich um ein Nebenprodukt aus der Papierindustrie. Das sogenannte ‚Rohtallöl‘ fällt bei der Verarbeitung von Holz zu Zellstoff an. Dieses pflanzenbasierte Nebenprodukt ersetzt die äquivalente Menge fossilen Rohöls, das gewöhnlich für die Produktion von Kunststoff eingesetzt wird. Das erneuerbare PP schont nicht nur fossile Rohstoffe, es ist auch ‚klimafreundlicher‘, da deutlich weniger CO2 Emissionen verursacht werden.

Beiersdorf ist Branchen-Vorreiter beim Einsatz von erneuerbarem PP

„Die Reduktion fossiler Rohstoffe in unserem Portfolio ist uns sehr wichtig. Der Einsatz erneuerbarer Rohstoffe in unseren Produktverpackungen ist eine bedeutende Stellschraube, um unsere Emissionen zu reduzieren und unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern. Wir treiben dieses Thema mit viel Energie voran und sind stolz darauf, die ersten in unserem Massenmarkt-Segment zu sein, die PP aus erneuerbaren, pflanzenbasierten Rohstoffen als Verpackungsmaterial für Kosmetikprodukte einsetzen. Wir freuen uns, mit Sabic einen starken, erfahrenen Partner an unserer Seite zu haben. Gemeinsam wollen wir zum Rohstoffwandel beitragen und einen weiteren Schritt zur Erreichung unserer ambitionierten Nachhaltigkeitsziele gehen. Schon 2021 wollen wir die ersten Produkte mit Verpackungen aus nahezu 100% zertifiziertem PP aus erneuerbaren Rohstoffen auf den Markt bringen“, erklärt Michael Becker, Head of Global Packaging Development bei Beiersdorf.

„Wir freuen uns sehr, Beiersdorf willkommen zu heißen auf unserer Reise, die Kunststoffindustrie zu einer wahrhaft kreislauforientierten und nachhaltigen Industrie zu transformieren“, so Sergi Monros, Vice President of Performance Polymers & Industry Solutions for Petrochemicals bei SABIC. „Innovative Kosmetikverpackungen, die unsere zertifizierten, erneuerbaren PP und PE Polyolefine einsetzen, können einen wesentlichen Beitrag leisten, fossile Ressourcen zu schonen und Treibhausgasemissionen zu verringern. Die Materialien auf pflanzlicher Basis bieten einfache Drop-in-Lösungen für bestehende, auf fossilen Rohstoffen basierende Kunststoffumwandlungs-prozesse, ohne bei Reinheit, Qualität, Sicherheit oder Einfachheit Kompromisse einzugehen. SABIC ist fest dazu entschlossen, seine Partner bei der Umsetzung dieser Potenziale zu unterstützen.“

Rückverfolgbarkeit per Massenbilanzsystem

Die zertifizierten erneuerbaren Polymere von SABIC basieren auf einem Massenbilanzansatz in Übereinstimmung mit dem anerkannten International Sustainability & Carbon Certification (ISCC PLUS) Schema. Über das Massenbilanzsystem lässt sich der Anteil an erneuerbaren Rohstoffen, die zu Beginn in den Herstellungsprozessprozess des Kunststoffes eingeflossen sind, den Verpackungen bzw. Endprodukten rechnerisch zuordnen. Auf diese Weise können Hersteller die nachhaltige Rohstoffwahl quantifizieren auf dem Produkt ausloben, so dass die Verbraucher eine bewusste Kaufentscheidung treffen können. Die ISCC PLUS-Akkreditierung verifiziert, dass die Massenbilanzierung nach definierten und transparenten Regeln erfolgt. Zudem bietet die Zertifi-zierung die Rückverfolgung über die gesamte Lieferkette, vom Rohstoff bis zum Endprodukt.

Ambitionierte Ziele für nachhaltige Verpackungen

Für Beiersdorf spielt das Thema nachhaltige Verpackungen eine zentrale Rolle. Im Rahmen der Nachhaltigkeitsagenda CARE BEYOND SKIN wurde ein eigenes Fokusfeld definiert – „For Fully Circular Resources“ – welches für die Vision des Unternehmens steht: eine Kreislaufwirtschaft zu realisieren. Dazu wurden ambitionierte Ziele definiert, die innerhalb von fünf Jahren erreicht werden sollen. Bis 2025 will das Unternehmen 100 Prozent recycelbare, wiederbefüllbare oder wiederverwendbare Verpackungen realisieren und den Anteil an Rezyklat in Plastik-verpackungen auf 30% steigern. Im gleichen Zeitraum soll der Einsatz von erdölbasiertem Neuplastik um 50 Prozent sinken (Basisjahr 2019). Genau hier setzt die Kooperation mit Sabic an: Die neuartigen Verpackungen aus erneuerbarem PP reduzieren die Nutzung fossiler Rohstoffe, sind zu 100% recyclebar und ‚klimafreundlich‘, da sie deutlich weniger CO2 Emissionen verursachen.

Presse Kontakt

Anke Schmidt
Vice President Corporate Communications & Government Relations

Beiersdorf AG
Unnastraße 48
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