Beiersdorf ist Gründungsmitglied der Initiative „Action for Sustainable Derivatives“

  • Ziel der branchenübergreifenden Zusammenarbeit ist es, die nachhaltige Beschaffung und Produktion von Palm(kern)öl-Derivaten in den Bereichen Kosmetik, Körperpflege, Reinigungsmittel und Oleochemikalien voranzutreiben.
  • Die Initiative soll den Austausch von Informationen erleichtern und so eine Transformation des gesamten Sektors beschleunigen.
  • Beiersdorf plant, 100 Prozent der eigenen Palm(kern)öl-Derivate bis 2020 auf nachhaltig zertifizierte Ware umzustellen, und hat 2018 bereits 74 Prozent erreicht.

Hamburg, 4. November 2019 – das Hautpflegeunternehmen Beiersdorf ist Mitbegründer der branchenübergreifenden Initiative „Action for Sustainable Derivatives (ASD)“, die im Oktober 2019 ins Leben gerufen wurde und jetzt ihre Arbeit aufnimmt. Die Gründungsmitglieder wollen sich für eine größtmögliche Transparenz und Nachhaltigkeit entlang der gesamten Lieferkette von Palm(kern)öl-Derivaten in den Bereichen Kosmetik, Körperpflege, Reinigungsmittel und Oleochemikalien einsetzen. Hauptziel der Zusammenarbeit ist die nachhaltige Beschaffung und Produktion von Palm(kern)öl-Derivaten, um auf diese Weise die Arbeits- und Lebensbedingungen von Bauern langfristig zu verbessern und die Umwelt in den Anbauländern zu schützen. Mit diesem Fokus will die Initiative den Austausch von Informationen erleichtern, Anforderungen angleichen, Verfahren standardisieren und die Transformation des gesamten Sektors beschleunigen.

Da die vorgelagerten Lieferketten äußerst komplex sind und häufig keinen bzw. nur einen eingeschränkten direkten Einfluss ermöglichen, schließen sich die Unternehmen zusammen. Ihnen stehen unter anderem Risikoüberwachungs- und Bewertungsmechanismen sowie Beschwerdeverfahren zur Verfügung. Verwaltet wird die Initiative gemeinsam von „Business for Social Responsibility (BSR)“ und „Transitions“, zwei Organisationen mit Expertise im Bereich nachhaltiger Lieferketten.

Dorle Bahr, Head of Environmental Sustainability: „Palmölderivate sind wichtige Rohstoffe in der Kosmetik- und Körperpflegeindustrie. Daher ist es wichtig, eine nachhaltige Beschaffung der palmölbasierten Inhaltsstoffe zu erzielen. Die Zusammenarbeit mit anderen Herstellern und Lieferanten zur Analyse der Lieferkette können unsere Bemühungen für entwaldungsfreies Palmöl beschleunigen. Die Mitbegründung der Initiative „Action for Sustainable Derivatives“ und unsere Verpflichtung zur Förderung der Transparenz in der Lieferkette sind ein wichtiger Baustein unserer Sustainable Palm Roadmap.“

Als produzierendes Unternehmen der Kosmetikindustrie bezieht Beiersdorf Palm(kern)öl nicht direkt, sondern setzt dessen Derivate ein. Bei Palm(kern)öl-Derivaten handelt es sich um weiterverarbeitete Rohstoffe auf Basis von Palm(kern)öl. Beiersdorf verarbeitet Derivate beispielsweise in Form von Tensiden oder Emulgatoren in Körperpflege- und Reinigungsprodukten. Der Palm(kern)öl-Bedarf des Konzerns liegt bei rund 37.000 Tonnen pro Jahr (2018) und entspricht 0,05 Prozent der jährlichen Produktionsmenge an Palm(kern)öl weltweit.1 Die Ölpalme zeichnet sich durch eine hohe Effizienz aus und hat im Vergleich zu anderen Ölpflanzen wie Kokos, Raps oder Sonnenblume einen fast fünfmal so hohen Flächenertrag.2

Seit 2010 engagiert sich Beiersdorf im „Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO)“, der zentralen Organisation für nachhaltiges Palmöl. Das Unternehmen ist darüber hinaus Gründungsmitglied des „Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP)“, einer Multi-Stakeholder-Initiative von Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen, Verbänden und dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Des Weiteren hat Beiersdorf 2018 in Zusammenarbeit mit dem WWF ein Projekt zur Unterstützung von Kleinbauern für Palmöl in West-Kalimantan, Indonesien, initiiert. Ziel des Projektes ist es, den nachhaltigen Palm(kern)öl-Anbau vor Ort zu fördern und die Lebensgrundlagen der Kleinbauern zu verbessern. Für dieses Engagement zur Bekämpfung der Entwaldung wurde Beiersdorf von der internationalen Non-Profit-Organisation „Carbon Disclosure Project (CDP)“ ausgezeichnet und erhielt 2018 – als eines von vier Unternehmen weltweit – ein A-Listen-Ranking im Bereich Wald.

Beiersdorf hat sich mit der „Palm Oil Sustainability Roadmap 2020“ selbst verpflichtet: Durch Zertifizierung, Transparenz und Transformation will das Unternehmen die ökologischen und sozialen Hotspots entlang der Lieferkette identifizieren und verbessern. Darüber hinaus plant Beiersdorf, bis 2020 alle palm(kern)ölbasierten Inhaltsstoffe in seinen Produkten auf nachhaltig zertifizierte Rohstoffe umzustellen, d. h. 100 Prozent des Palm(kern)öl-Bedarfs nachhaltig zertifiziert zu beziehen. Ende 2018 waren so bereits 74 Prozent aller Beiersdorf-Produkte nach dem Mass-Balance-Modell des RSPO zertifiziert. Die neue Initiative „Action for Sustainable Derivatives“ ist ein weiterer wichtiger Baustein der Roadmap.

Weitere Informationen zum Nachhaltigkeitsengagement von Beiersdorf finden Sie im Nachhaltigkeitsbericht 2018, verfügbar unter www.beiersdorf.de/nachhaltigkeit.

1 Quelle: Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten (2018). Oilseeds: World Markets and Trade. Strong Brazilian Soybean Sales Expected to Slow Rebound in Argentine Exports.
2 Quelle: WWF Germany (2016). Auf der Ölspur. Berechnungen zu einer palmölfreieren Welt.

Presse Kontakt

Inken Hollmann-Peters
Vice President Corporate Communications & Sustainability

Beiersdorf AG
Unnastraße 48
20245 Hamburg

Tel.: +49 (0) 40 - 4909 2001

Kontaktieren Sie uns