Unsere Verantwortung in der Lieferkette

Nachhaltigkeit durch Kooperationen und Transparenz

Wir suchen und fördern langfristige Geschäftsbeziehungen mit Lieferanten, die sich zu unseren Prinzipien der nachhaltigen und verantwortungsvollen Unternehmensführung bekennen und damit übereinstimmen. Rund 25.000 Direktlieferanten in knapp 110 Ländern beliefern uns mit Rohstoffen, Verpackungsmaterialien und anderen Gütern oder erbringen Dienstleistungen. Durch ihr Handeln wird somit unser sozialer und ökologischer Fußabdruck erweitert.
Wir verpflichten unsere Lieferanten dazu, sich an unseren Standards zu orientieren und sie zu erfüllen – nicht nur hinsichtlich der geforderten Produktqualität, sondern auch im Blick auf transparente, faire und verantwortungsvolle Geschäftsstandards. So stellen wir sicher, dass unsere Lieferanten ihrer sozialen, ökologischen und ökonomischen Verantwortung gerecht werden – und unsere Verbraucher qualitativ hochwertige Produkte erhalten.

Unser Lieferanten-Code of Conduct und Compliance Programm

Unser Code of Conduct für Lieferanten (CoC) ist für alle Partner entlang der Lieferkette verpflichtend und ein zentraler Teil unserer Vertragsgestaltung mit ihnen. Mit dem CoC verpflichten wir unsere Lieferanten dazu, in allen Produktionsstätten und bei allen Prozessen dieselben Standards wie unsere Unternehmenstöchter einzuhalten. Der CoC für Lieferanten steht im Einklang mit unseren Core Values und legt einheitliche und verbindliche Kriterien für verantwortungsbewusstes Handeln fest. Geregelt werden u.a. kritische Aspekte wie Verbot von Korruption, Kinderarbeit, Zwangsarbeit und Diskriminierung sowie die Förderung der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, das Recht auf Versammlungsfreiheit und Kollektivverhandlungen, und Umweltschutz.

Implementierungsprozess für unseren Lieferanten-Code of Conduct

Die schriftliche Anerkennung des CoC ist der erste wichtige Schritt im CoC-Implementierungsprozess. Aktuell wickeln wir circa 90% unseres Beschaffungsvolumens über Partner ab, die unseren Lieferanten-CoC anerkannt haben.
Nach der Unterzeichnung unseres Lieferantenkodex führen wir eine initiale Risiko-Analyse bei jedem neuen Supply Chain Partner durch. Im Fokus stehen individuelle standortspezifische Rahmen- und Produktionsbedingungen sowie die wirtschaftliche Bedeutung für Beiersdorf. Je höher das Risiko, desto umfangreicher die Prüfung. 100% unserer Lieferanten sind durch das CoC Monitoring und Reinforcement abgedeckt. Darüber hinaus verpflichten wir unsere Lieferanten ab einer bestimmten Risikoklasse  zur Durchführung eines Self-Assessment Questionnaire (SAQ) auf der internationalen Kollaborationsplattform Sedex. Mit Sedex können Lieferanten ihren Kunden die wichtigsten Daten rund um ihre Nachhaltigkeit zur Verfügung stellen. Darüber hinaus können die Lieferanten diese Informationen mehreren ihrer Kunden zugänglich machen, was den operativen Aufwand für die Lieferanten in der Praxis deutlich verringert. Durch die hohe Transparenz können beide Parteien kritische Aspekte oder Prozesse identifizieren und die Nachhaltigkeit gemeinsam im Rahmen einer Zusammenarbeit verbessern.
Anhand der SAQ-Ergebnisse entscheiden wir, ob für den Lieferanten ein Responsible Sourcing Audit nach dem SMETA 4-Säulen Audit Protokoll erforderlich ist. Um die Objektivität der Untersuchung sicherzustellen, wird das Audit von einem unabhängigen und zertifizierten Drittunternehmen durchgeführt. Werden im Rahmen des Audits Korrekturbedarfe festgestellt, unterstützen wir unsere Lieferanten aktiv bei der Definition und Umsetzung entsprechender Maßnahmen.

Darüber hinaus engagieren wir uns bei AIM-PROGRESS, eine internationale Kooperationsplattform von weltweit führenden Herstellern im Bereich der Fast Moving Consumer Goods (FMCG) Industrie. Die Mitglieder verfolgen unter dem Motto „Gemeinsam mehr erreichen“, das Ziel, Lieferanten in ihren Nachhaltigkeitsbestrebungen zu unterstützen – und so nachhaltige Einkaufspraktiken sowie die Nachhaltigkeit entlang der Lieferkette kontinuierlich zu verbessern.