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18.08.2020

„Ein cooler Job-Titel ist toll – noch wichtiger ist aber die langfristige Perspektive“

Der Nordosten Ungarns ist eine ländliche Region. Eine hügelige Landschaft, durch die sich das Flüsschen Theiß windet. Der traditionsreiche Tokajer ist hier zuhause. Ein Wein, aus einem der bekanntesten Anbaugebiete der Welt. Und von hier, genauer gesagt aus dem Ort Halmaj, stammt auch Ákos Képes. Seit Mitte Juni 2020 leitet der beinahe 32-Jährige für Beiersdorf Ungarn den Bereich Shopper & Customer Marketing and CATMAN.

Ákos in seinem Büro in Budapest.
Ákos in seinem Büro in Budapest.

„Für mich ist dies der nächste wichtige Karriereschritt“, sagt Ákos stolz. „Ich habe die Möglichkeit, ein eigenes Team zu führen und zugleich cross-funktional Erfahrungen zu sammeln.“ Gemeinsam mit vier Kolleg*innen stimmt er die Marketingstrategien von Beiersdorf für den ungarischen Markt mit denen seiner Handelskund*innen ab. Im Mittelpunkt stehen dabei immer die Konsument*innen und ihre gezielte Ansprache am Point of Sale. Einen ebenso wichtigen Teil seines Tagesgeschäfts nimmt das Category Management (CATMAN) ein. „Wir machen spezifische Vorschläge, welche unserer Produkte ins Sortiment der jeweiligen Kund*innen passen könnten und geben Empfehlungen für deren Platzierung im Regal.“ Ziel sei es, dank der passenden Artikelauswahl an der Seite der Geschäftspartner*innen zu wachsen.

Reflektiert und mit einer gesunden Portion Respekt für die vor ihm liegenden Aufgaben schätzt Ákos seine neue Rolle ein: „Definitiv die größte Herausforderung in meinem bisherigen Berufsleben“, gibt er offen zu. „Es ist für mich als Führungskraft nicht einfach, die richtige Balance zu finden, weil ich gerade selbst noch Teil des Teams war. Ich bin dabei, meinen eigenen Führungsstil zu entwickeln.“ Stetiges Lernen, um als Persönlichkeit zu wachsen – das war schon immer Ákos größte Motivation. Jetzt ist ein weiterer Aspekt hinzugekommen: Er hat sich vorgenommen, auch jedes Mitglied seines Teams individuell zu fördern. Denn „mit ihnen sowie anderen Funktionen bei Beiersdorf zusammenzuarbeiten, dieselben unternehmerischen Ziele zu teilen und zu erreichen, das mag ich in meinem Job am meisten. Das treibt mich an.“

Seit vier Jahren ist Ákos mit seiner Frau Anita verheiratet – mit NIVEA schon seit 2015.
Seit vier Jahren ist Ákos mit seiner Frau Anita verheiratet – mit NIVEA schon seit 2015.

Sales liegt ihm im Blut

Die so wichtige Energie für den intensiven Arbeitsalltag findet Familienmensch Ákos bei Ehefrau Anita, mit der er seit vier Jahren verheiratet ist. Und natürlich bei ihrem gemeinsamen Sohn, dem zweijährigen Ármin. Die beiden sind Kraftquell und Ruhepol zugleich. Und an den Wochenenden verbringen sie so viel Zeit wie möglich miteinander.

Als er selbst noch ein Kind war, träumte Ákos davon, Rennfahrer zu werden. Oder Fußballspieler – beim Budapester Club Ferencvárosi. „Fußballverrückt bin ich immer noch und ich spiele in meiner Freizeit gern mit Freunden.“ Auch auf dem Platz füllt er die Tanks für seinen Job auf. Dass Ákos das Talent für Sales-Aufgaben quasi in die Wiege gelegt wurde, konnte er als kleiner Junge noch nicht ahnen. „Meine Großmutter verkauft bis heute selbstgemachte Dinge“, erzählt er. „Und mein Vater arbeitete ebenfalls überwiegend im Sales-Bereich.“

Macht auch als Torwart beim Fußball eine gute Figur: Ákos Képes.
Macht auch als Torwart beim Fußball eine gute Figur: Ákos Képes.

Angefangen hat für Ákos alles als Praktikant bei einem Wettbewerber von Beiersdorf. Zu der Zeit studierte er noch „International Business“ an der Budapest Business School. Ein alter Schul- und Fußballkumpel, der im Unternehmen als Key Account Manager aktiv war, machte ihn auf die Möglichkeit aufmerksam. Ákos bewarb sich und bekam die Stelle. „Das war für mich ein enorm wichtiger Moment“, erinnert er sich. „Auf diesem Weg wurde ich in die FMCG-Branche eingeführt und konnte früh einen konkreten Karriereplan schmieden.“ Mit 23 wurde ihm eine feste Position als Sales Representative angeboten. Doch als sich nach zweieinhalb Jahren der nächste Schritt hinauszögerte, traf Ákos die Entscheidung, das Unternehmen zu wechseln. „Ich habe daraus zwei essenzielle Dinge gelernt: Wenn ich nicht glücklich mit der bestehenden Situation bin, dann muss ich sie selbst ändern. Zugleich bin ich aber auch geduldiger geworden, was meine nächsten Karriereschritte angeht.“ Es folgten Aufgaben als Junior Account Manager bei einer Brauerei, bevor er im November 2015 – kurz nach Abschluss seines Masters in International Relations – zur Beiersdorf-Familie stieß. „Endlich war ich genau da angekommen, wo ich hingehöre.“

Wertvolle Erfahrungen des Mentors

In den vergangenen fünf Jahren hat er als Key Account Manager erfolgreich zahlreiche Top-Kunden des ungarischen Beiersdorf-Ablegers betreut. Unter anderem übernahm er für drei Länder die Koordination des Partners Tesco. Eines steht für Ákos fest: „Beiersdorf Ungarn hat mir Türen geöffnet. Ohne die kontinuierliche Unterstützung unseres Managements, wäre all das nicht möglich gewesen.“ Er ist dankbar für die verschiedenen Trainings und Förder-Events, die er als Teilnehmer des Beiersdorf Talent Pools besuchen konnte – denn sie haben ihn fachlich und persönlich in seiner Rolle als Führungskraft weitergebracht. Davon möchte er nun etwas an das Unternehmen und an junge Talente zurückgeben. Er selbst schätzt es derzeit sehr, dass Endrik Hansemann ihm seit einem halben Jahr als interner Mentor zur Seite steht. Endrik ist General Manager der Beiersdorf Korea Ltd. und Co-Founder des NX NIVEA Accelerators, einem Innovationsprogramm für Start-ups aus den Bereichen Beauty Tech, E-Commerce und Indie-Marken. „Egal, um welches Thema es geht, wann immer ich ihn anspreche, teilt er seinen wertvollen Erfahrungsschatz mit mir. Dafür bin ich sehr dankbar!“

Ákos und sein Team: Szabina Szucsik, Nóra Veres und Dániel Bernáth (linkes Foto; von links) sowie CATMAN  Bálint Supka (rechtes Foto).
Ákos und sein Team: Szabina Szucsik, Nóra Veres und Dániel Bernáth (linkes Foto; von links) sowie CATMAN Bálint Supka (rechtes Foto).

Das langfristige Ziel nicht aus den Augen verlieren

Ein Motto, mit dem Ákos durchs Leben geht lautet: „Lebe im Hier und Jetzt! Und mache dir keine unnötigen Sorgen.“ Dennoch sind Pläne für die Zukunft zum Teil entscheidend für die eigene Zufriedenheit, findet er – privat wie beruflich. Bei der Frage, welche Tipps Ákos selbst jungen Nachwuchskräften mitgeben würde, muss er schmunzeln. „Mit 32 bin ich doch selbst noch jung.“ Einen gut gemeinten Rat hat er dennoch parat: „Es mag toll aussehen, schnell einen richtig coolen Job-Titel zu haben. Noch wichtiger ist aus meiner Sicht aber immer die langfristige Perspektive.“ Deshalb sollte jeder Schritt gut durchdacht sein. „Geduld“, sagt er, „ist gerade in jungen Jahren eine hilfreiche Eigenschaft.“ Eine Erkenntnis, die Ákos auf seinem eigenen Weg gewonnen hat.

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Diana Lühmann

Über die Autorin: Diana Lühmann

Diana ist bei uns seit Herbst 2019 für die Kommunikation rund um HR und inspirierende Menschen bei Beiersdorf verantwortlich. Dazu gehören unter anderem die Themenfelder Diversity, Learning & Development, Karriere, Führung und Gesundheit. Zuvor verantwortete sie fünf Jahre lang die R&D Communications und erkundete die spannende Welt unserer Forschung und Entwicklung.