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17.07.2019

Wie wir in die Zukunftsfelder der Hautpflege aufbrechen

Epigenetik. Hinter diesem beeindruckend klingenden Begriff verbirgt sich ein Forschungsfeld, über das unsere Beiersdorf-Forscher, in Zusammenarbeit mit renommierten Instituten, vielversprechende neue Wirkstoffen für die Hautpflege von morgen erschließen wollen. Solche neuen Wirkstoffe könnten die Haut in Zukunft zum Beispiel darin unterstützen, dem Prozess der Hautalterung – hervorgerufen durch Umwelteinflüsse – entgegen zu wirken oder im besten Fall ganz oder in Teilen rückgängig zu machen.

Dr. Thomas Raschke (r.) und Dr. Marc Winnefeld
Dr. Thomas Raschke (r.) und Dr. Marc Winnefeld

Bindeglied zwischen Umwelt und Körper

„Die Epigenetik ist ein Art Bindeglied zwischen der Umwelt und unserem Körper, unserem Genom“, erklärt Dr. Marc Winnefeld, Manager Applied Skin Research. „Dabei sind epigenetische Modifikationen unter anderem an der Interpretation der genetischen Information beteiligt. Das bedeutet, dass in Abhängigkeit von äußeren Faktoren bestimmte Gene aktiviert bzw. stillgelegt werden können, was sich natürlich auch auf das Erscheinungsbild der Haut auswirken kann“. Überraschend ist dabei nicht, welche Umwelteinflusse positiv oder negativ wirken, sondern dass man jetzt mit der Epigenetik einen neuen Mechanismus kennt, der erklärt wie sich ein individueller Lebensstil auf unsere Gene auswirken kann und so z.B. die Hautalterung beeinflusst. Das Gute an epigenetischen Modifikationen ist, dass sie zum Teil reversibel sind.

Hautrelevante Prozesse sind reaktivierbar

Stark vereinfacht bedeutet das für hautrelevante Prozesse: Sie sind prinzipiell auch nach Schädigung reaktivierbar – zum Beispiel mit Hilfe von epigenetisch aktiven Wirkstoffen. „Wir haben eine große Anzahl von natürlichen Wirkstoffen und Extrakten getestet, um Verbindungen zu identifizieren, die eine epigenetische Aktivität zeigen“, so Winnefeld weiter. „Aktuell arbeiten wir mit Modellstoffen, welche weiter optimiert werden müssen“.

Neuer Wirkstoff entdeckt – und wie geht es weiter?

Schlussendlich müssen diese von unseren Forschern identifizierten Substanzen erfolgreich in eine Creme integriert werden. Und das ist eine Herausforderung, weiß Dr. Thomas Raschke, Lab Manager Prototyping Face. Sein Entwicklungsteam unterstützt die Forschungslabore bei der Identifikation von neuen Wirkstoffen. Bis ein Wirkstoff in ein neues Hautpflegeprodukt stabil integriert ist, ist großes Fingerspitzengefühl und Know-how in der Formulierung gefragt. „Beispielsweise ist die Löslichkeit des Wirkstoffs in der Formel ein wichtiger Aspekt. Eine gute Löslichkeit ist die Voraussetzung für eine gute biologische Aktivität im Produkt. Auch sind natürliche Wirkstoffe oft stark gefärbt, so dass wir einen Weg finden müssen, diese Farbe zu reduzieren, um eine weiße Creme zu erhalten“, so Raschke.

Blick hinter die Kulissen der Hautforschung und Formelentwicklung

Einen Schulterblick in die Arbeit ihrer Bereiche und Teams geben Marc Winnefeld und Thomas Raschke in diesem Film.

Weitere neue Felder der Beiersdorf Forschung & Entwicklung

Neben Epigenetik gehören unter anderem auch die Erforschung des Mikrobioms und Nachhaltigkeit zu den neuen Feldern der Hautforschung und Produktentwicklung bei Beiersdorf. In den kommenden Monaten stellen wir weitere Beispiele aus diesen Bereichen vor.

Diana Lühmann

Über die Autorin: Diana Lühmann

Diana ist seit 2014 verantwortlich für die R&D Communications bei Beiersdorf. Zuvor leitete sie die Redaktion des Beiersdorf Intranets und verantwortete Themen der HR-, Marken-, Digital- und Strategiekommunikation. Für unseren Blog taucht Diana in die spannende Welt der Forschung und Entwicklung ein und ermöglicht so einen Blick hinter die Kulissen unserer Hautforschung.