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16.11.2021

Beiersdorf erforscht die biologische Uhr der Haut

Lässt sich die biologische Uhr zurückdrehen? In der Hautforschung kommen Beiersdorf Wissenschaftler*innen der Vision von ewiger Jugend näher.

Wie ein Uhrwerk: In jeder unserer Zellen tickt eine molekulare Uhr.

Derzeit erlebt die Altersforschung einen regelrechten Hype. Weltweit suchen kluge Köpfe nach der Formel für den Traum vom ewigen Leben. Dabei geht es eher darum, natürliche Grenzen zu Gunsten einer besseren Gesundheit zu verschieben. Bezogen auf das größte menschliche Organ mischen Beiersdorf Forscher*innen ganz vorne mit. In diesem Jahr haben sie bei der Entwicklung einer Technologie, mit deren Hilfe sich das biologische Alter der Haut präzise vorhersagen lässt entscheidende Schritte gemacht.

„Mit unserer biologischen Uhr steht uns eine Schlüsseltechnologie zur Verfügung. Das haben wir anfangs gar nicht voll erfasst“, gibt Dr. Marc Winnefeld, Leitung Angewandte Hautforschung bei Beiersdorf, ehrlich zu. Mittlerweile sind er und sein Team tief in die Materie eingetaucht. Früher oder später wird der Durchbruch gelingen, sind sich die Forscher*innen sicher, so Marc: „Wir können zwar nicht in der Kristallkugel lesen, aber wahrscheinlich ist es eine Frage der Zeit, bis wir neuartige Kosmetikprodukte entwickeln können, die nicht nur Alterungsprozesse verlangsamen, sondern die biologische Uhr der Haut zurückdrehen, um Hautfunktionen nachhaltig zu verbessern.“   

Genetische Informationen ablesen

Hinter der biologischen Uhr steckt komplexe Wissenschaft. Als Pionier auf diesem Gebiet gilt der deutsch-amerikanische Genetiker Steve Horvath. Er fand heraus: In jeder Zelle tickt eine molekulare Uhr im Gleichtakt mit unserem Leben. Unser Erbgut ist in diesem Zusammenhang das Uhrwerk. Im Laufe der Zeit nimmt dieses regelmäßig Schaden – zunächst unmerklich, denn anfangs kann der Körper vieles reparieren. Doch nach und nach setzt es durch bestimmte chemische Modifizierungen quasi Rost an und die Zellen sind nicht mehr so funktionstüchtig. Das im Fachjargon als Methylierung bekannte Phänomen ergibt ein Muster. Um es zu lesen und daraus zu lernen, entwickelte Horvath einen Algorithmus, mit dem sich genetische Informationen ganzheitlich interpretieren lassen. Das Ergebnis zeigt, wie alt eine Zelle tatsächlich ist und offenbart, ob sie dem Geburtsjahr im Pass entspricht, jünger oder älter ist. 

Entschlüsseln die Ursachen der Hautalterung mit der Altersuhr-Technologie: Dr. Elke Grönniger und Dr. Marc Winnefeld.

Wissen gezielt einsetzen

Beiersdorfs biologische Altersuhr der Haut folgt prinzipiell diesem Ansatz und ist als Technologie ein Mittel zum Zweck, erklärt Dr. Elke Grönniger: „Wir können mittlerweile rund 850.000 Methylierungsstellen im Genom messen. Das hilft uns zu verstehen, welche Blockaden für die Hautalterung verantwortlich sind. An genau diesen Punkten setzen wir an – mit dem Ziel, die Altersuhr der Zellen mit natürlichen Wirkstoffen in Kosmetikprodukten zurückzudrehen.“ Jetzt geht es darum, besonders relevante Wirkstoffe für die Haut zu identifizieren und zu qualifizieren. Rund 50.000 Substanzen nehmen die Forscher*innen in einem Screening genau unter die Lupe – und haben spürbar Spaß daran: „Innovative Technologien, Algorithmen und künstliche Intelligenz ermöglichen uns, bislang ungelöste Fragen neu zu stellen. Für uns in der Forschung und Entwicklung ist das ein Geschenk“, freut sich Elke. Gleichzeitig liefert diese Art der ‚angewandten Biologie‘ ein eindrückliches Beispiel dafür, dass Innovationen an Schnittstellen entstehen und der gesamte Life-Science-Bereich von KI-basierten Ansätzen stark profitiert.  

Ewig junge Forschung

Mit einer Historie von fast 140 Jahren und den damit verbundenen Erfahrungen in der Hautforschung sind bahnbrechende Erfindungen Teil der Beiersdorf DNA. Diese trägt im Gegensatz zu allem Leben die ewige Jugend bereits in sich, denn der Forschergeist ist ungebrochen. „Wir nehmen es nicht als gegeben hin, dass die Haut altert“, bringt Marc die Mentalität seines Teams auf den Punkt. Ergänzend zum Wissen über äußere Einflussfaktoren auf die Haut – zum Beispiel Umwelt, Stress, Ernährung – sowie umfangreiches Know-how im Bereich der topischen Applikationen (von außen) haben die Forscher*innen durch die biologische Altersuhr ein Instrument in der Hand, das visionäres Denken nicht nur erlaubt, sondern befördert. Die Fortschritte sind vielversprechend. 

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Kathrin Erbar

Über die Autorin: Kathrin Erbar

Kathrin nimmt uns mit auf eine Reise in das faszinierende Feld der Forschung und Entwicklung bei Beiersdorf. Bevor sie sich mit der DNA von Beiersdorf beschäftigte, war sie für die Kommunikation zu Themen rund um HR zuständig, darunter Diversity, Führung oder New Work. Davor hatte sie sich ganz den Zahlen verschrieben und war mehrere Jahre lang für die Finanzkommunikation bei Beiersdorf verantwortlich.