

Nanopigmente wie Titandioxid sind in der Natur vorkommende Mineralien, die kleiner als 100 Nanometer sind. Diese naturbasierten Substanzen haben nach der technologischen Veredelung spezielle Eigenschaften, die auch für Kosmetika genutzt werden können. Beiersdorf setzt die Nanopigmente Titandioxid und Zinkoxid als hoch effektive UV-Filter in einer Reihe von Sonnenschutzprodukten ein, weil sie die gefährliche UV-Strahlung des Sonnenlichts reflektieren können. Auf diese Weise leisten Nanopigmente einen wichtigen Beitrag zum Schutz vor Sonnenbrand, vor einer Schädigung der DNA, vor Hautkrebs und Hautalterung durch Sonneneinstrahlung. Nanopigmente werden schon seit langem eingesetzt; die Patente dafür wurden Mitte der 80er erteilt.
Die Sicherheit beider UV-Filter ist vielfach bestätigt worden, sowohl von unabhängigen Wissenschaftlern als auch von Gesundheitsbehörden. Es liegen umfangreiche wissenschaftliche Daten vor, welche die sichere Anwendung in Kosmetika überzeugend bestätigen. Zahlreiche Studien belegen auch, dass Titandioxid und Zinkoxid nicht in den menschlichen Körper eindringen können, auch nicht über erkrankte oder geschädigte Hautpartien.
Immer wieder wurde die Frage gestellt, ob Nanopartikel die Umwelt schädigen könnten. In aktuellen Studien aus den Jahren 2007 und 2008 wurde nachgewiesen, dass als UV-Filter eingesetzte Nanopigmente nicht toxisch sind und daher keine Gefahr für die Umwelt darstellen.
Beiersdorf legt großen Wert auf Verträglichkeit und Unbedenklichkeit seiner Produkte. Daher führen Experten des Unternehmens für alle Produkte und deren Anwendungen zusätzlich eigene umfangreiche Sicherheitsbewertungen durch.
Tierversuche mit kosmetischen Produkten
Beiersdorf führt keine Tierversuche mit kosmetischen Produkten durch. Das war bereits unsere Politik lange bevor entsprechende gesetzliche Regelungen in der Europäischen Union in 2004 in Kraft getreten sind. Wir sind davon überzeugt, dass Tierversuche mit kosmetischen Produkten für den Nachweis von Sicherheit und Wirksamkeit nicht erforderlich sind.
Tierversuche mit Rohstoffen
Beiersdorf selber ist kein Hersteller von Rohstoffen und führt aus diesem Grund auch keine Tierversuche mit Rohstoffen durch. Die Inhaltstoffe von Kosmetika unterliegen in Europa jedoch dem Chemikalienrecht (REACH). Das bedeutet, dass diese Stoffe von den Herstellern registriert werden müssen. Für das Registrierungs-Dossier sind in der Regel Daten aus Tierversuchen (an Mäusen und Ratten) erforderlich, um die Sicherheit für Mensch und Umwelt nachzuweisen. Der Gesetzgeber hat sich sehr darum bemüht, die Anzahl notwendiger Tierversuche einzuschränken und die Industrie investiert Millionenbeträge um alternative Testmethoden zu entwickeln.
Wir setzen uns aktiv dafür ein, dass weltweit die bereits bestehenden tierversuchsfreien Alternativmethoden Akzeptanz bei den jeweiligen Gesetzgebern und Behörden finden und unterstützen personell und finanziell die wissenschaftlichen Anstrengungen, die derzeit noch bestehenden Lücken bei den Alternativmethoden zu schließen.
Beiersdorf arbeitet seit mehr als 20 Jahren in Fachgremien und Verbänden erfolgreich an der Entwicklung von In-vitro-Alternativen zu Tierversuchen. Wir sind hier eines der führenden und besonders bekannten und akzeptierten forschenden Unternehmen weltweit.
Als produzierendes Unternehmen bezieht Beiersdorf kein Palmöl zur Herstellung von Kosmetika und stellt auch keine weiterverarbeiteten Stoffe auf der Basis von Palmöl bzw. Palmkernöl her. Allerdings setzt Beiersdorf – wie in der Kosmetikindustrie üblich – in einer Reihe von Produkten erforderliche Hilfsstoffe wie Emulgatoren und Tenside ein (z. B. Fettalkohole, Fettsäuren und Glyceride). Diese Hilfsstoffe werden üblicherweise auf der Basis von mineralischen und pflanzlichen Ölen hergestellt; pflanzliche Öle sind beispielsweise Kokosnussöl, Rapsöl, Palmöl und Palmkernöl. Darüber hinaus bezieht Beiersdorf von einem Hersteller Festseifen, von denen eine Seife einen Inhaltsstoff verwendet, der verarbeitetes Palmkernöl enthält.
Da Beiersdorf als Unternehmen sich seiner Verantwortung für die Gesellschaft und für kommende Generationen bewusst ist, haben wir uns zum Ziel gesetzt, bis 2015 sicherzustellen, dass alle Zulieferer ausschließlich nachhaltig produziertes und zertifiziertes Palmöl bzw. Palmkernöl für die an uns gelieferten Rohstoffe verwenden.
Als Mitglied des RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil) unterstützt Beiersdorf die Förderung nachhaltiger Anbaumethoden für Palmöl und den Stopp der Rodung von Regenwäldern. Zu den zurzeit über 500 Mitgliedern des RSPO gehören unter anderem Palmölproduzenten, Ölverarbeitende Unternehmen, Öl-Händler, Unternehmen der Konsumgüterindustrie, Banken, Investoren sowie zahlreiche Nichtregierungsorganisationen.
Darüber hinaus setzt sich Beiersdorf seit einigen Jahren in enger Zusammenarbeit mit seinen Lieferanten für mehr Transparenz in der Lieferkette ein – um den Weg von der Rohstoffquelle bis hin zu den Derivaten nachvollziehbar zu machen. Bis zum Zeitpunkt der vollständigen Belieferung mit nachhaltigem Palmöl bzw. Palmkernöl, kauft Beiersdorf regelmäßig eine dem Jahresverbrauch entsprechende Anzahl Palmöl bzw. Palmkernöl-Zertifikate über das „Book & Claim“-System. Dieses basiert auf dem Handel mit Zertifikaten (über die Plattform GreenPalm), die für eine entsprechende Menge an nachhaltig erzeugtem Palm- bzw. Palmkernöl stehen. Damit unterstützt Beiersdorf den Aufbau einer nachhaltigen Palm- bzw. Palmkernölwirtschaft.
Für Beiersdorf ist das Vertrauen der Verbraucher sowohl in das Unternehmen als auch in die Produkte von zentraler Bedeutung. Für Aufbau und Festigung dieses Vertrauens sind nach unserer Überzeugung unter anderem ein offener und verlässlicher Umgang mit Informationen unerlässlich. Daher erstreckt sich der besondere Qualitätsanspruch, an dem wir unsere Produkte messen, selbstverständlich auch auf Transparenz und Ehrlichkeit bei der Gestaltung unserer Produktverpackungen.
Über 70 Prozent aller Kaufentscheidungen werden erst im Geschäft getroffen. Für Verbraucher spielen bei der Auswahl eines Produkts Aussehen und Beschaffenheit der Verpackung eine entscheidende Rolle. Damit alle Produkt- und Verbraucher-Informationen auch auf der Verpackung abgebildet werden können, kann die Größe einer Verpackung allerdings manchmal größer ausfallen, als das Produkt in Wirklichkeit ist. Um hier größtmögliche Transparenz zu gewährleisten, ist Beiersdorf stets bemüht, entweder reelle Produkt-Abbildungen zu verwenden oder Sichtfenster in die Verpackung einzubauen, damit der Kunde ein objektives Bild von der tatsächlichen Größe des Produktes erhält.
Natürlich hält sich Beiersdorf bei der Gestaltung von Verbraucherprodukten im Sinne des Verbraucherschutzes präzise an die in der Fertigpackungs-Verordnung gegebenen gesetzlichen Rahmenbedingungen und das Eichgesetz. Die Beachtung der einschlägigen Gesetze und Verordnungen ist für uns selbstverständlich.