Forschung bei Beiersdorf

Wirkstoffinnovationen

Gluco-Glycerol

2010 ist die mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Entdeckung der Aquaporine – kleine Wasserkanäle in der Membran der Hautzellen der Epidermis – Inspiration für eine weitere Innovation: Die HYDRA IQ-Technologie basiert auf dem Inhaltsstoff Gluco-Glycerol – einem naturidentischen Wirkstoff, der die Bildung neuer Aquaporine in den Hautzellen anregt. Ziel war es, diese Innovation als Grundlage für die Entwicklung hochwirksamer Feuchtigkeitspflegeprodukte zu nutzen. Und diese Herausforderung haben die Beiersdorf Forscher und Entwickler gemeistert: Seit Januar 2010 ist die Aquaporin-Technologie nach und nach in immer mehr Hautpflegeprodukte unserer Marken wie Eucerin und NIVEA eingeflossen.
Gluco-Glycerol verbessert den natürlichen Feuchtigkeitshaushalt der Haut

Wie wirkt Gluco-Glycerol?

Gluco-Glycerol – das ist der Stoff, mit dem der Beiersdorf Forschung der Durchbruch in der Feuchtigkeitspflege gelang. Der Wirkstoff stimuliert die Bildung neuer Aquaporine und ermöglicht eine intensive Durchfeuchtung selbst tieferer epidermaler Hautschichten. Aquaporine sind Mikrokanäle in den Zellmembranen der Oberhaut, welche stark wasserdurchlässig sind und so für eine optimale Verteilung von Feuchtigkeit in der Haut sorgen. Durch die Bildung neuer Aquaporine aktiviert die HYDRA IQ-Technologie dieses natürliche Feuchtigkeits-Netzwerk der Haut auf intelligente Weise und ist insbesondere für die Pflege von trockener Haut geeignet.

Q10

Q10 ist ein so genanntes Koenzym, das für biochemische Vorgänge im Körper eingesetzt wird. Es kann über Creme oder Nahrung aufgenommen werden. Der Körper produziert es aber auch selbst. Q10 ist Bestandteil der Mitochondrien, den Energiekraftwerken der Zellen. Dort läuft die Atmungskette ab, einer der wichtigsten Teile des Energiestoffwechsels bei Lebewesen. Die Forscher bei Beiersdorf haben die Rolle des hauteigenen Koenzyms Q10 für die menschliche Haut untersucht und waren 1998 die ersten, die das hauteigene Q10 als Wirkstoff in Hautpflegeprodukte für den Massenmarkt integrierten.

Wie wirkt Q10?

Q10 Pulver
Das Koenzym Q10 dient als Vermittler in den Prozessen des Energie-stoffwechsels der Zellen, indem es beim Abbau der Nährstoffe und der Umwandlung in neue Energie hilft. Q10 arbeitet auch als Antioxidans: Wenn der in den Zellen umgesetzte Sauerstoff nicht vollständig zu Wasser umgebaut wird, können so genannte Freie Radikale entstehen. Diese reaktiven Moleküle verursachen in der Zelle Kettenreaktionen, die nachhaltig schädigen können. Dies ist einer der Vorgänge, der unsere Haut altern lässt. Q10 ist jedoch in der Lage, einerseits die Energiegewinnung zu stabilisieren und gleichzeitig diese Radikale unschädlich zu machen und somit die Aufgabe der Zellschutzfunktion wahrzunehmen. Mit fortschreitendem Alter nimmt die Konzentration von Q10 in der Haut ab. Beiersdorf Forscher konnten jedoch nachweisen, dass durch Q10-Creme der Energiestatus der Haut wieder erhöht werden kann.

Eucerit

Der Emulgator Eucerit (griechisch: das schöne Wachs) wurde erstmals 1900 von dem Chemiker Isaac Lifschütz aus dem Wollwachs von Schafen gewonnen. Im Jahr 1911 entwickelten der Apotheker Dr. Oscar Troplowitz, der Dermatologe Prof. Dr. Paul Gerson Unna und der Chemiker Dr. Isaac Lifschütz die NIVEA Creme, deren Eigenschaften die Welt der Hautpflege revolutionieren sollte. Lifschütz’ frühere Entdeckung Eucerit diente als Basis und machte das Unmögliche möglich: Wasser und Öl ließen sich erstmals zu einer stabilen Verbindung vereinigen.

Wie wirkt Eucerit?

Der Emulgator Eucerit bildet die Basis der NIVEA Creme
Eucerit ist ein Emulgator, der es ermöglicht,  zwei nicht miteinander mischbare Flüssigkeiten, wie zum Beispiel Wasser und Öl, zu einem fein verteilten Gemisch, der so genannten Emulsion, zu vermengen und zu stabilisieren. Mit Eucerit gelang die Herstellung der weltweit ersten stabilen Wasser-in-Öl Emulsion. Diese Entdeckung glich einer Revolution, denn bis zu dieser Zeit konnten Salben und Cremes nur auf der Basis von Bienenwachs und Vaseline hergestellt werden. Deren Nachteile waren schlechter Geruch, zähklebrige Konsistenz, aber auch eingeschränkte Haltbarkeit. Eucerit war der erste Wasser-in-Öl Emulgator, der für die industrielle Produktion in großen Mengen und preisgünstig zur Verfügung stand.

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