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Verpackung

 

Weniger Abfall bei gleicher Qualität

Ob Kunststoff, Glas, Metall, Karton oder Papier – unter Aufrechterhaltung von Stabilität und Qualität treibt die Verpackungsentwicklung von Beiersdorf kontinuierlich die Verminderung des Materialeinsatzes voran. Daraus ergeben sich nicht nur ökonomische Vorteile. Auch die Umwelt profitiert, denn der gesamte Lebenszyklus von Verpackungen bietet Einsparpotenziale, die einen erheblichen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Dazu gehören insbesondere energiearme Produktionstechnologien, die Reduzierung von Transporten sowie eine Minimierung von Abfallmengen. Seit 2009 ist das Thema Nachhaltigkeit strategisch in unserer Verpackungsentwicklung verankert. Wenn möglich, wenden wir die Nachhaltigkeitskriterien „Vermeiden, Reduzieren, Wiederverwenden, Recyceln“ bei allen Verpackungsinnovationen an. Darüber hinaus haben wir ein Pilotprojekt zur Implementierung einer Nachhaltigkeits-Produkt-Scorecard in unserm Innovationsprozess gestartet.

 

Die Grafik unten ist nur ein Beispiel dafür, wie wir Nachhaltigkeitskriterien in unsere Produktentwicklung integrieren. Durch die neue NIVEA Body Verpackung konnten wir signifikante Reduktionen in mehreren Bereichen erzielen.
 

Das folgende Beispiel zeigt, wie wir Verpackungsmaterial um über 50 % reduzieren konnten.

Bereits heute sind fast 100 % unserer Verpackungsmaterialien recycelbar. Die Rücknahme und das Recycling gebrauchter Verpackungen werden global und länderspezifisch von verschiedenen, häufig lizensierten, Entsorgungsorganisationen übernommen. Diese Unternehmen gewährleisten die fachgerechte Sammlung, Sortierung und Verwertung der verschiedenen Verpackungen. In Deutschland werden diese Anforderungen zum Beispiel durch eines der neun Dualen Systeme übernommen. Bei einem dieser Unternehmen müssen wir  100 % unserer verkauften Produktverpackungen lizensieren, so dass damit eine hochwertige, umweltgerechte Entsorgung (Verwertung/Recycling) gewährleistet wird. Ähnliche Systeme existieren auch in anderen europäischen Ländern, beispielsweise in Österreich (ARA), Spanien (ECOEMBES) und Polen (Rekopol S.A.). In Brasilien wurde ein lokales Recyclingprogramm in Kooperation mit ABIHPEC (Brazilian Association of Hygiene, Cosmetics and Perfumery Industries) implementiert.

 

Seit 1992 bieten wir für diverse Produktkategorien Nachfüllbeutel an. Durch das Wiederauffüllen und die Möglichkeit, Produktverpackungen wie zum Beispiel Seifenspender langfristig zu verwenden, lassen sich Abfälle erheblich reduzieren. Ein Beispiel hierfür ist der Nachfüllbeutel für unser NIVEA Creme Shower Gel, der 75 % weniger Abfall erzeugt. Die Verpackungskartonagen unserer Florena Produkte stammen aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern und tragen das FSC Mix Siegel. Bei unserer Klettenfrucht Pflegeserie sind zudem alle Innenseiten der Kartonagen zu 100 % ungebleicht.

 

Unsere Versandverpackungen bestehen zu 100 % aus recyclingfähigem Material. Außerdem verwenden wir für das Verschließen von Kartons umweltschonend hergestellte Klebebänder. Weitere Einsparungen von Packmaterialien erarbeiten wir in Kooperation mit unseren Kunden und Lieferanten. So haben wir beispielsweise gemeinsam mit einem Handelspartner regalfertige Endverpackungen entwickelt, die sich mit wenig Aufwand direkt im Verkaufsregal platzieren lassen.

 

Sicherer und nachhaltiger Transport unserer Produkte

Auszüge aus einem Interview mit Volker Krampe, Corporate Safety Adviser für Gefahrgut

Im Verlauf meiner mehr als 25-jährigen Tätigkeit für Beiersdorf hatte ich stets den Eindruck, dass Sicherheit oberste Priorität hat. Ein interessanter Aspekt meines Jobs ist die Suche nach Lösungen, bei denen wir Sicherheitsmaßnahmen mit Nachhaltigkeit kombinieren können. So waren wir beispielsweise an der Entwicklung und dem Einsatz eines internationalen Systems beteiligt, bei dem Gefahrgutkennzeichnungen ohne weißen Hintergrund direkt auf den Versandverpackungen vorgedruckt werden. Hierdurch werden sowohl Kosten gesenkt als auch  Tonnen an Druckfarbe eingespart.

 

Für uns als international tätiges Unternehmen sind weltweit harmonisierte Regelungen unverzichtbar. Noch vor 10 Jahren gab es beträchtliche Unterschiede bei den Vorschriften für den sicheren Transport sogenannter „gefährlicher Güter“ je nach Transportmittel, Land oder Region. Um alle einzuhalten waren zahlreiche unterschiedliche Verpackungen und Etikettierungen nötig. Heutzutage können unter Verwendung derselben Außenverpackungen und komplett harmonisierter Versandetiketten unterschiedliche Produkte im LKW, Schiff oder Flugzeug transportiert werden. Damit entfällt auch die Notwendigkeit, jede Containerladung an Produkten im Einfuhrhafen zu entladen, auszupacken, neu zu verpacken, wieder einzuladen und erneut im Container zu sichern, nur um lokal geltenden Sicherheitsbestimmungen zu entsprechen. Auf diese Art sparen wir nicht nur Zeit und Geld, sondern verbessern gleichzeitig auch unsere Ressourceneffizienz. Deshalb wirken wir aktiv darauf hin, dass Vorschriften auf EU- und UN-Ebene diskutiert und verabschiedet werden. Bei Sicherheit und Nachhaltigkeit verfolgen wir den gleichen Ansatz: Wir setzen auf Zusammenarbeit und tauschen uns mit Stakeholdern aus, um dauerhafte Lösungen zu finden.

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