Beiersdorf und WWF Deutschland schließen strategische Partnerschaft

  • WWF und Beiersdorf vereinbaren transformative Partnerschaft über 3 Jahre
  • Ziel ist die Stärkung des ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatzes im Unternehmen und in der Lieferkette
  • Fokusthemen der Partnerschaft sind Klimaschutz, der regenerative Umgang mit Wasser, die Kreislauffähigkeit von Materialien sowie die nachhaltige Landnutzung 

Berlin / Hamburg, 31.03.2022 – Der World Wide Fund for Nature (WWF Deutschland) und der Hautpflegekonzern Beiersdorf intensivieren ihre Zusammenarbeit und gehen eine strategische Partnerschaft ein. Die zunächst auf drei Jahre angelegte Partnerschaft konzentriert sich neben dem besonders wichtigen Thema Klimaschutz auch auf die Handlungsfelder Wassernutzung und -verbrauch sowie den Ressourceneinsatz im Sinne einer Kreislaufwirtschaft. 

Die Naturschutzorganisation wird Beiersdorf bei der Ausweitung bestehender und der Definition zusätzlicher Zielsetzungen beratend zur Seite stehen. Damit soll der holistische Nachhaltigkeitsansatz des Unternehmens gestärkt werden:

  • Beiersdorf strebt eine klimafreundliche Zukunft an und reduziert Treibhausgasemissionen in der gesamten Wertschöpfungskette.
  • Beiersdorf strebt einen nachhaltigen Umgang mit Wasser an, sowohl im eigenen Geschäftsbetrieb als auch in der Lieferkette.
  • Beiersdorf strebt den Einsatz vollständig kreislauffähiger Ressourcen für Produkte und Verpackungen an sowie eine nachhaltige Landnutzung bei der Erzeugung seiner pflanzenbasierten Rohstoffe. 

Bereits seit 2016 berät der WWF Deutschland das Unternehmen zu klimastrategischen Fragestellungen und hat an der Entwicklung von Beiersdorfs wissenschaftsbasiertem Klimaziel für das Consumer-Segment mitgewirkt: bis 2025 sollen die direkten und indirekten Treibhausgas-Emissionen (Scope 1-3) um 30% absolut reduziert werden. Beiersdorfs ganzheitlichen Ansatz im Klimaschutz beschreibt das Unternehmen selbst als „Climate Care“ Mission. Darüber hinaus engagieren sich der WWF Deutschland und Beiersdorf seit einigen Jahren gemeinsam in zwei Projekten in Malaysia und Indonesien für einen nachhaltigen Palmölanbau sowie den Natur- und Artenschutz vor Ort. 

Transformative Partnerschaft

„Unternehmen spielen eine entscheidende Rolle, den katastrophalen Verlust von Natur- und Artenvielfalt zu stoppen“, sagt Dr. Martin Bethke, Geschäftsleiter Märkte und Unternehmen beim WWF Deutschland. „Sie haben den direkten Einfluss, um den Wandel zu einer Wirtschaft innerhalb der planetaren Grenzen zu beschleunigen. Dazu gehört, in ihren Betrieben und Wertschöpfungsketten als auch in ihrem Markt- und Regulierungsumfeld, den Umbau für eine nachhaltige Zukunft voranzutreiben. Der WWF freut sich, dies mit Beiersdorf direkt im Unternehmen und in der Lieferkette zu tun.“ 

Jean-François Pascal, Vice President Corporate Sustainability bei Beiersdorf erläutert: „Als global agierendes Hautpflegeunternehmen ist uns wichtig, einen Beitrag zu leisten – nicht nur für unsere Verbraucher*innen, auch für die Gesellschaft und unsere Umwelt. Mit unserer Nachhaltigkeitsagenda CARE BEYOND SKIN haben wir uns ambitionierte Ziele gesetzt, die wir mit Nachdruck verfolgen. Durch die Partnerschaft mit dem WWF Deutschland, deren Expertise und Kritik werden wir unseren Nachhaltigkeitsansatz in den Bereichen Klimaschutz, Wasser und Ressourcennutzung noch weiter stärken.“

Zentrales Element Klimaschutz

Im Rahmen der transformativen Partnerschaft will Beiersdorf ein wissenschaftlich fundiertes Netto-Null-Ziel entwickeln, das auf dem bereits bestehenden 1,5-Grad-Klimaziel aufbaut. Zentrale Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgas-Emissionen in der Wertschöpfungskette, die von Beiersdorf bereits heute umgesetzt werden, sind neben der Nutzung erneuerbarer Energien, die Reduktion des Materialeinsatzes und der Einsatz von Rezyklat für Verpackungen sowie die Nutzung von natürlichen Rohstoffen aus nachhaltigen Quellen. Diese umfassenden Maßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette sind zentraler Bestandteil der „Climate Care“ Mission des Konzerns. 

Erhalt der Ökosysteme durch nachhaltige Land- und Wassernutzung

Gemeinsam wollen Beiersdorf und der WWF einen wissenschaftlich fundierten Ansatz für den regenerativen Umgang mit Wasser in der Lieferkette verfolgen. Darüber hinaus soll durch gezielte Maßnahmen der Bezug von entwaldungsfreien und regenerativen Ressourcen am Anfang der Lieferkette sichergestellt werden. Ziel ist es, den Biodiversitätsverlust durch Abholzung, Umwandlung und Zerstörung natürlicher Ökosysteme zu vermeiden. Dies geschieht unter Berücksichtigung der wichtigsten landwirtschaftlichen Rohstoffe des Unternehmens: Palmöl, Papier, Soja und Kokos. 

In West Kalimantan, Indonesien, setzen der WWF und Beiersdorf bereits seit 2018 gemeinsam ein Projekt mit Kleinbauern um. Die Ziele dieses Projekts sind die Verhinderung der weiteren Entwaldung, die Förderung des Anbaus von nachhaltigem Palmöl sowie die Verbesserung des Lebensstandards der Kleinbauern und ihrer Familien vor Ort. Das zweite Projekt, das der WWF und Beiersdorf seit 2019 gemeinsam mit dem Lieferanten Evonik umsetzen, befindet sich im Naturschutzgebiet Tabin, Sabah, Malaysia. Das Naturschutzgebiet ist ein wichtiger Lebensraum für einige seltene Tierarten, wie Orang-Utans, Borneo Elefanten und dem Sunda-Nebelparder. Das Projekt in Tabin verfolgt drei parallele Ansätze: Den Schutz der bestehenden Wälder und dort lebenden Arten, die Förderung einer nachhaltigen Palmöl-Produktion in den angrenzenden Plantagen sowie die Wiederherstellung von degradierten Flächen, um lebenswichtige ökologische Korridore für die Wildtiere zu schaffen.

Pressekontakt

Anke Schmidt
Vice President Corporate Communications & Government Relations

Beiersdorf AG
Unnastraße 48
20245 Hamburg

Tel.: +49 (0) 40 - 4909 2001

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