Weiterer Schritt für den Klimaschutz: Beiersdorf produziert in Berliner Werk ab 2022 klimaneutral

  • Als erstes Beiersdorf-Werk stellt die Beiersdorf Manufacturing GmbH in Berlin Anfang 2022 auf Biogas um.
  • Durch den Einsatz von Biomethan und Ökostrom reduziert das Berliner Werk seinen CO2e-Fußabdruck damit insgesamt um 99% (gegenüber 2018).
  • Das übergeordnete Ziel von Beiersdorf ist es, bis 2030 alle Produktionsstätten weltweit klimaneutral zu betreiben.

Hamburg, 6. August 2021 – Beiersdorf setzt seinen Weg hin zu mehr Nachhaltigkeit konsequent fort, auch im Wirkungsbereich seiner Produktionsstätten. Das Unternehmen verabschiedet sich ab 2022 von der Nutzung fossiler Brennstoffe in seinem Berliner Werk und verringert damit, durch den Einsatz von Biomethan anstelle von Erdgas, seinen CO2e-Fußabdruck weiter.

Im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsagenda CARE BEYOND SKIN hat Beiersdorf für sein Consumer-Geschäft die Vision einer „Climate Positive Future“ definiert und sich unter anderem das ambitionierte Ziel gesetzt, bis 2030 alle Produktionsstätten klimaneutral zu betreiben. Schon bis 2025 sollen die direkten und indirekten Treibhausgas-Emissionen (Scope 1-3) um 30% absolut reduziert werden. Seit 2019 beziehen alle Produktions- und Bürostandorte weltweit 100% ihres Stroms aus regenerativen Energiequellen (Scope 2). Mit der Umstellung auf Biomethan wird im Berliner Werk nun auch die direkt vor Ort erzeugte Heiz- und Prozesswärme für den Betrieb aus erneuerbaren Ressourcen gewonnen und so die Scope 1 Emissionen reduziert.

„Wir wollen unserer Verantwortung als produzierendes und global agierendes Unternehmen gerecht werden und richten unser Handeln konsequent auf unsere Vision einer ‚Climate Positive Future‘ und unsere ambitionierten Ziele aus. Dazu arbeiten wir intensiv an der Reduktion unserer Emissionen. In den Produktionsstandorten haben wir dafür einen großen Hebel. Neben dem Bezug von Ökostrom und Energieeffizienz-Maßnahmen ist die Umstellung auf Biogas ein weiterer Schritt, über den wir uns sehr freuen“, so Malte Schulz, Vice President Supply Chain Europe.

Berlin geht voran: erstes klimaneutrales Werk

Als erstes Werk erreicht Beiersdorf Manufacturing Berlin (BMB) diesen Meilenstein in Sachen Klimaschutz. Der Produktionsstandort in der deutschen Hauptstadt wird ab Januar 2022 von Erdgas auf Biomethan zur Wärmeerzeugung umsteigen. Das Werk wird damit das erste nahezu klimaneutrale Werk in Bezug auf die direkten Scope 1 und 2 Emissionen innerhalb des Beiersdorf-Produktionsnetzwerks. Lediglich Teile des Fuhrparks und der Notstromversorgung (1%) werden dann noch mit fossilen Energien betrieben. Diese Restemissionen werden zukünftig über hochwertige CO2-Zertifikateausgeglichen.

„Wir sind sehr stolz, dass wir mit unserem Werk mitten in Berlin diese Vorreiterrolle einnehmen“, so Markus Jauch, Leiter Beiersdorf Manufacturing Berlin (BMB). „Wir haben schon heute ein hocheffizientes Energiemanagement, und nutzen beispielweise die Abwärme aus den Prozessen für die Beheizung des Gebäudes. Mit dem Einkauf von Biomethan anstelle von Erdgas werden wir 2022 nahezu klimaneutral und leisten einen wichtigen Beitrag – nicht nur zur Erreichung der Beiersdorf Klimaziele, sondern zur Begrenzung der Erderwärmung nach dem Pariser Klimaabkommen auf 1,5 Grad.“

Auch auf Produktebene setzt Beiersdorf aktiven Klimaschutz in die Tat um, beispielweise beim NIVEA Duschpflege Sortiment, das im Berliner Werk vom Band läuft. Seit 2019 sind sämtliche Formeln frei von Mikroplastik1 und seit 2020 zu 97-99% biologisch abbaubar. Die Flaschen bestehen zu 96% aus Recycling-Material (ohne Verschluss und Label). Mithilfe dieser Maßnahmen konnte der CO2-Fußabdruck der NIVEA Duschpflegeprodukte in den vergangenen Jahren signifikant verringert werden. In diesem Jahr wird der Weg hin zu einem nachhaltigen Sortiment weiter fortgeführt: die nach den Reduktionsmaßnahmen verbleibenden, nicht-vermeidbaren Emissionen (Scope 1-3) werden mit Hilfe von zertifizierten Aufforstungsprojekten kompensiert. Dieser ganzheitliche Ansatz für den Klimaschutzsetzt einen neuen Maßstab für die Produktnachhaltigkeit bei NIVEA und Beiersdorf.

Hoffnungs- und Energieträger Biomethan

Das von Beiersdorf benötigte Biogas wird in Dänemark aus organischen Abfällen erzeugt und ins europäische Gasnetz eingespeist. Grundsätzlich kann Biomethan aus allen vergärbaren, biogenen Materialien erzeugt werden. Besonders wichtig war Beiersdorf bei der Auswahl des Lieferanten, dass durch die Herstellung des Biogases keine Flächenkonkurrenz mit der Lebensmittelerzeugung oder dem Naturschutz entsteht. Deswegen hat sich Beiersdorf für die Nutzung von Biogas aus biomassenhaltigen Reststoffen entschieden.

Beiersdorf’s Ambitionen und Fortschritte im Klimaschutz

Nicht erst mit der im Jahr 2020 gestarteten Nachhaltigkeitsagenda CARE BEYOND SKIN engagiert sich Beiersdorf mit großem Engagement für den Klimaschutz. So hat das Unternehmen bereits zwischen 2014 und 2019 seine CO2e-Emissionen um 65% reduziert (Scope 1 und 2). Auch an den Produktionsstandorten wurden dabei die Treibhausgasemissionen (THG) maßgeblich gesenkt, indem Energieeffizienz-Maßnahmen umgesetzt wurden. Zudem wird seit 2019 die weltweite Produktion mit 100% Strom aus erneuerbaren Energiequellen betrieben. Mit der Unterzeichnung der „Business Ambition for 1.5°C“ hat sich Beiersdorf 2019 verpflichtet, die THG-Emissionen im Consumer-Geschäft über alle Scopes bis 2025 um 30% absolut zu reduzieren, gemessen an den Zahlen des Jahres 2018. Dieses Klimaziel wurden von der „Science Based Targets“-Initiative (SBTi) anerkannt, was bestätigt, dass Beiersdorf im Einklang mit dem 1,5-Grad-Szenario von Klimawissenschaftler*innen handelt. Ende 2020 wurde Beiersdorf als „Climate-A-List“ Unternehmen von der internationalen Non-Profit-Organisation Carbon Disclosure Project (CDP) ausgezeichnet. Im April 2021 wurden die ersten „klimaneutralisierten“ Produkte von NIVEA auf den Markt gebracht, die aktiven Klimaschutz auch auf Produktebene umsetzen. Dazu zählen die NIVEA Natural Balance Gesichtspflegeprodukte, die in rund 30 Ländern erhältlich sind, sowie das NIVEA Duschpflegesortiment in Deutschland.

1 Beiersdorf orientiert sich an der Definition des „Umweltprogramms der Vereinten Nationen“ (UNEP), die Mikroplastikpartikel als feste Kunststoffteilchen mit weniger als 5 mm Durchmesser beschreibt, die nicht biologisch abbaubar sowie nicht wasserlöslich sind.

Pressekontakt

Anke Schmidt
Vice President Corporate Communications & Government Relations

Beiersdorf AG
Unnastraße 48
20245 Hamburg

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