21.10.2009

Hamburger Wirtschaftsbehörde unterstützt Beiersdorf Forschungsprojekt

  • Entwicklung eines neuartigen Hautmodells mit 390.000 € gefördert
  • Wirtschaftssenator Gedaschko überreicht Bewilligungsbescheid

 

In dem von der Stadt Hamburg unterstützten Projekt wird die Beiersdorf AG ein neuartiges Langzeit-Hautmodell auf Basis von natürlicherweise in der Haut vorkommenden Stammzellen aus der oberen Hautschicht entwickeln. Das Modell soll erstmals wichtige regenerative Funktionen der menschlichen Haut simulieren und damit deutlich bessere Vorhersagen auf die Effekte bestimmter Wirkstoffe erlauben. Mit dem Hautmodell soll es in der Zukunft unter anderem möglich sein, die Wirksamkeit von Anti-Aging-Hautpflegeprodukten zur Behandlung von Altershaut zu belegen. Über den Einsatz in der Kosmetik hinaus kann ein derartiges Hautmodell auch für die Medizin von Interesse sein, zum Beispiel für die Behandlung von chronischen Wunden oder als Testsystem für die pharmazeutische Wirkstoffforschung. Mit dem ‚Programm für Innovation‘ fördert die Stadt besonders innovative Forschungsprojekte, die den Wirtschaftsstandort Hamburg weiter stärken.
 
„Die Forschungskompetenz von Beiersdorf ist die Grundlage für unsere führende Marktposition im globalen Wettbewerb. Die Entdeckung und Erforschung von Wirkstoffen und Zusammenhängen mit der menschlichen Haut sowie die Entwicklung neuer Produktzusammensetzungen bilden seit mehr als 125 Jahren die Basis für den Erfolg von Beiersdorf. Wir freuen uns, dass wir durch die Förderung der Wirtschaftbehörde ein weiteres innovatives Forschungsprojekt hier am Standort Hamburg in die Tat umsetzen können “, sagt Prof. Klaus Peter Wittern, Leiter Forschung und Entwicklung der Beiersdorf AG.

 
Im Rahmen eines Unternehmensbesuches hat Wirtschaftssenator Axel Gedaschko heute den sogenannten Bewilligungsbescheid über 390.000 Euro an Prof. Klaus-Peter Wittern, überreicht. Der weltweit führende Haut- und Schönheitspflegekonzern Beiersdorf unterhält das deutschlandweit modernste und größte Forschungszentrum dieser Art mit 450 Forschern allein in Hamburg.

„Innovationen und Forschung sind der Schlüssel zum Erhalt von Hamburgs Wettbewerbsfähigkeit. Beiersdorf geht hier beispielhaft voran und entwickelt in Hamburg jährlich über 100 Produktinnovationen für Verbraucher in der ganzen Welt. Diese Innovationskraft möchten wir mit unserer Förderung weiter stützen“, sagt Wirtschaftssenator Axel Gedaschko.

 

Das Projekt wird mit zwei externen Kooperations-Partnern durchgeführt, dem in Hamburg ansässigen Heinrich-Pette-Institut (HPI), und der Lübecker Fraunhofer Einrichtung Marine Biotechnologie (EMB). Das HPI wird neben der ausgewiesenen zellbiologischen Expertise vor allem molekularbiologische Methoden einbringen und das Hautmodell umfassend charakterisieren und testen. Beim EMB konnten optimale Wachstumsbedingungen für Stammzellen etabliert werden, und somit sind dort hervorragende technische Voraussetzungen für diesen Aspekt des Projekts gegeben.

Über die Beiersdorf AG
Das Kosmetikunternehmen Beiersdorf AG hat seinen Sitz in Hamburg, beschäftigt weltweit knapp 22.000 Mitarbeiter und erzielte 2008 einen Umsatz von 5,97 Mrd. EUR. Seit Dezember 2008 ist Beiersdorf im DAX gelistet. Mit NIVEA führt es die weltweit größte Marke im Bereich der Haut- und Schönheitspflege*. Daneben gehören unter anderem Eucerin sowie La Prairie, Labello, 8x4 und Hansaplast zum international erfolgreichen Markenportfolio. Das Tochterunternehmen tesa SE ist einer der weltweit führenden Hersteller selbstklebender Produkt- und Systemlösungen für Industrie, Gewerbe und Konsumenten. Beiersdorf verfügt über mehr als 125 Jahre Erfahrung in der Haut- und Schönheitspflege und zeichnet sich durch innovative und qualitativ hochwertige Produkte aus.
* Quelle: Euromonitor, „Haut- und Schönheitspflegeprodukte ohne Parfums und Haarfarben nach Umsatz, 2008“

Kontakt:
Thomas Schönen
Leiter Konzernkommunikation
Beiersdorf AG
Tel.: +49 (40) 4909 2001
Fax: +49 (40) 4909 2516
Email: CorporateCommunications@Beiersdorf.com

Über das Heinrich-Pette-Institut:
Das in Hamburg ansässige Heinrich-Pette-Institut für Experimentelle Virologie und Immunologie (HPI) widmet sich seit 60 Jahren der Erforschung humaner Viren, der Pathogenese viraler Infektionen, der Wechselwirkung zwischen Viren und dem Wirt sowie damit zusammenhängender Probleme. Am HPI erforschen etwa 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein breites Spektrum global bedeutsamer Viren, wie  HIV, Hepatitis B und C Viren, Herpesviren, Influenzaviren sowie verschiedene Tumorviren und Leukämie-assoziierte Viren. Mit seiner biomedizinischen Grundlagenforschung ist das HPI in Deutschland einzigartig. Das Institut ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

 

Kontakt:
Dr. Angela Homfeld
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Heinrich-Pette-Institut
Martinistraße 52
20251 Hamburg
Tel. 040/480 51-108
 
Über die Lübecker Fraunhofer Einrichtung Marine Biotechnologie:
Die Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie (EMB) ist Anfang 2008 in Lübeck gegründet worden. Sie ist entstanden aus der seit 2004 existierenden Fraunhofer-IBMT Arbeitsgruppe „Zelldifferenzierung & Zelltechnologie“ an der Universität zu Lübeck. Die Mitarbeiter der Fraunhofer EMB arbeiten somit seit 6 Jahren auf dem Gebiet der Stamm-/Progenitorzellforschung, wobei verschiedene Organismen und deren Gewebe untersucht werden. Die Kernkompetenzen der Einrichtung liegen in der Handhabung zellulärer in vitro-System, sowie in molekularbiologischen, proteinchemischen, zellulären und meeresbiologischen Untersuchungsmethoden.

 

Kontakt:
Uwe Bittermann
Verwaltungsleitung und Öffentlichkeitsarbeit
Fraunhofer-Einrichtung Marine Biotechnologie (EMB)
Paul-Ehrlich-Straße 1-3 (MGZ)
23562 Lübeck
Tel.: +49 (0) 451/384 448-41
E-Mail: uwe.bittermann@emb.fraunhofer.de

Unsere Marken

Weiterführende Links

Share