- HARTMANN erweitert sein Produktsortiment strategisch um Desinfektionsmittel
- Beiersdorf setzt seine Fokussierung auf Haut- und Schönheitspflege fort
Die PAUL HARTMANN AG hat am 20. Oktober 2008 einen Kaufvertrag mit der Beiersdorf AG über die 100 %ige Übernahme der Beiersdorf Tochtergesellschaft Bode Chemie GmbH & Co. KG unterschrieben. Die Eigentumsübertragung soll zum Jahreswechsel stattfinden. Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart. Der Vertrag enthält eine langfristige Bestandsgarantie für den Standort Hamburg und den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen.
Bode Chemie wurde 1924 gegründet und ist heute einer der führenden Spezialisten für Desinfektion, Hygiene und Hautschutz in Europa. Mit Sterillium, dem ersten marktfähigen alkoholischen Hände-Desinfektionsmittel, ist das Unternehmen Marktführer in Europa. Bode Chemie beschäftigt rund 280 Mitarbeiter und erzielte 2007 einen Umsatz von etwa 70 Mio. EUR. Mit der Integration von Bode Chemie in den Konzern erweitert HARTMANN sein Hygienesortiment im weiter wachsenden Markt der Infektionsprophylaxe. Während Bode Chemie bislang vor allem im Kliniksektor vertreten ist, eröffnet das starke Vertriebsnetz von HARTMANN in Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen zusätzliche Wachstumspotenziale für Desinfektionsprodukte.
„Die Übernahme von Bode ist für uns ein strategisch wichtiger Schritt, der unsere fokussierte Wachstumsstrategie ausgezeichnet unterstützt. Dadurch bieten sich für uns neue Möglichkeiten, unsere Systemangebote im Bereich Desinfektion zu erweitern. Bode genießt einen sehr guten Ruf im Markt. Die Synergieeffekte liegen somit auf der Hand“, sagt Dr. Rinaldo Riguzzi, Vorstandsvorsitzender der PAUL HARTMANN AG.
Der Verkauf von Bode Chemie entspricht auch der strategischen Linie von Beiersdorf: In den vergangenen Jahren legte der Beiersdorf Vorstand den Schwerpunkt der Unternehmensentwicklung in den Bereich der Haut- und Schönheitspflege und intensivierte damit die Ausrichtung auf den wachsenden Kosmetikmarkt.
„Der Vertrag stellt eine gute Gesamtlösung für alle Seiten dar", kommentiert Beiersdorfs Vorstandsvorsitzender Thomas-B. Quaas den Abschluss heute in Hamburg. „Beiersdorf kann seiner Tochtergesellschaft mit dem Verkauf an HARTMANN gute Perspektiven eröffnen und andererseits den Erfolgskurs in den internationalen Wachstumsmärkten im Bereich der Haut- und Schönheitspflege konsequent fortsetzen.“
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