Im Zuge seiner Neuausrichtung der Supply Chain Organisation (Einkauf/Produktion/Distribution) – Beiersdorf informierte zuletzt am 16.02.2007 über den Verkauf der Seifenfabrik Hirtler/Heitersheim – plant das Unternehmen den Verkauf seines Logistikcenters im Stadtteil Harburg. Damit wird dann das jetzt laufende Neustrukturierungsprogramm Supply Chain in Deutschland bereits vorzeitig abgeschlossen sein. Bedingung für einen neuen Betreiber wären der langfristige Erhalt der 148 Arbeitsplätze sowie die Sicherung des Logistikstandortes Hamburg. Beiersdorf wird seinen Warenfluss – dann als Auftraggeber – weiter über das bisherige Logistikcenter abwickeln. Die Mitarbeiter des Logistikcenters erhalten eine zusätzliche Wahlmöglichkeit: Sie können mit einem neuen Arbeitgeber in der Boombranche „Logistik“ bleiben, Beiersdorf bietet aber auch die Möglichkeit, in einem der Hamburger Werke beim bisherigen Arbeitgeber zu bleiben.
Die Entscheidung wurde vor dem Hintergrund der hohen technologischen Standards professioneller Distributeure gefällt, die in Eigenregie nicht zu erreichen wären. Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang deren Fähigkeit, durch hohe Synergieeffekte eine optimale Auslastung zu niedrigeren Kosten zu erzielen. Die Logistikbranche boomt mit einem Wachstum von bis zu 10 Prozent in den letzten Jahren. Laut Aussage des Sprechers der Logistik Initiative Hamburg, Dr. Peer Witten, sollen bis 2015 ca. 14.000 weitere Arbeitsplätze allein in Hamburg geschaffen werden. Große Unternehmen dieser Branche haben ihren Sitz in dieser Stadt und der Hamburger Senat will auch die Hansestadt zu einem internationalen Drehkreuz ausbauen.
Bereits am 22. November 2005 hat die Beiersdorf AG die Maßnahmen zur Neustrukturierung der Supply Chain angekündigt. Damals ging es um die Verlagerung einer Produktionslinie nach Spanien und die Übernahme sämtlicher Mitarbeiter in andere Hamburger Beiersdorf Werke. Es folgten weitgehende Prozesse im europäischen Rahmen, über die jeweils berichtet wurde. In der Regel wurden neue Betreiber gefunden, die vor allem den Mitarbeitern eine berufliche Perspektive bieten konnten. In Deutschland sind keine Mitarbeiter entlassen worden; eher im Gegenteil, denn bei der Florena GmbH, Waldheim/Sachsen, sind 60 neue Arbeitsplätze hinzugekommen. Hier ist ein weiteres europäisches Beiersdorf Produktionscenter entstanden.
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