Im Zuge der bereits mehrfach in der Öffentlichkeit vorgestellten Maßnahmen (Presseerklärungen vom 22. November 2005; 21. und 28. Februar 2006) zu einer den Kundenanforderungen entsprechenden Produktions- und Lieferkette (Supply Chain) zieht die Hamburger Beiersdorf AG eine Veräußerung der Hirtler GmbH in Heitersheim/Südbaden in Erwägung. Darüber wurden die Mitarbeiter des Unternehmens und die politisch Verantwortlichen der Stadt informiert. Die 93 Arbeitsplätze sind nicht gefährdet; eher dürfte das Gegenteil der Fall sein: Ein geeigneter Investor könnte weitere Auftragsvolumina mitbringen. Jedenfalls werde diese unternehmerische Perspektive für Hirtler ein Kriterium in den Verhandlungen mit entsprechenden Interessenten sein, so Beiersdorf Vorstandsmitglied Markus Pinger. Außerdem beabsichtige Beiersdorf, die Produktion von Seifen bei Hirtler zu belassen, so dass sich aus dem Verkauf keine wirtschaftlichen Probleme für das Unternehmen ergäben. Aktuell werde geprüft, welche Investoren überhaupt infrage kommen, so Pinger weiter. Die 100-prozentige Beiersdorf Tochtergesellschaft Hirtler GmbH verfügt über modernste Produktionsanlagen und ist spezialisiert auf die Herstellung hochwertiger Seifen für den Hamburger Mutterkonzern. Darüber hinaus wird in geringem Umfang schon heute für Drittanbieter produziert. Ein Verkauf würde dem Unternehmen die Chance bieten, diesen Bereich auszubauen und weiteres Wachstum zu generieren.
Erfolg langfristig sichern Wir sind überzeugt, dass wir Hirtler mehr Freiraum geben müssen und sich daraus große Wachstumschancen entwickeln werden“, erläutert der Vorstandsvorsitzende Thomas-B. Quaas. Deshalb sind sich Beiersdorf Konzernleitung und Geschäftsführung von Hirtler einig, dass ein geeigneter Investor dem Geschäft und der Kompetenz des Heitersheimer Unternehmens besser Rechnung tragen und zusätzliche Wachstumschancen im Seifenmarkt erschließen kann. „Um den langfristigen Erfolg zu sichern, scheint mir ein Verkauf die richtige Konsequenz zu sein – insbesondere mit dem Blick auf unsere Mitarbeiter“, so Hirtler-Geschäftsführer Antonio Liberatore.
Zusätzliche Mittel für neue Produkte, Marken und Märkte Der mögliche Verkauf der Hirtler GmbH ist Teil der neuen Consumer Business Strategie von Beiersdorf. Dabei steht die geplante Veräußerung im Zusammenhang mit der Neuausrichtung der Beiersdorf Consumer Supply Chain. Nach Abschluss aller Aktivitäten erwartet der Hamburger Konzern Einspareffekte von jährlich etwa 100 Millionen Euro. Mit dem Ziel, in das weitere Wachstum seiner Marken zu investieren, will Beiersdorf diese Mittel für die Entwicklung neuer Produkte und Innovationen einsetzen.
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