

Mein persönliches Interesse an technischen Abläufen und handwerklicher Arbeit war schon immer groß. Aus diesem Grund habe ich mich für die Ausbildung zum Industriemechaniker bei Beiersdorf entschieden, welche am 23.08.2010 begann.
In den ersten drei Tagen wurden wir auf einem Seminar in die Strukturen und Abläufe des Betriebs eingeführt und hatten die Möglichkeit, ebenfalls neue Auszubildende aus anderen Abteilungen und Berufen kennenzulernen. Für mich waren diese Tage sehr interessant und informativ.
Nach der Einführung fing die Zeit in der Lehrwerkstatt an. Zunächst wurden uns Werkzeuge, Werkbänke und unsere Arbeitskleidung zugeordnet. Die ersten Übungen und Aufgaben standen ganz unter dem Motto „Grundkenntnisse erwerben“. Bevor wir fünf neuen Auszubildenden richtig Hand anlegen konnten, mussten wir erst einmal lernen wie verschiedene, uns noch gänzlich unbekannte Werkzeuge funktionieren.
Im Laufe der Zeit absolvierten wir einen jeweils dreiwöchigen Kurs zum Drehen und Fräsen in der Zerspanungsabteilung der Lehrwerkstatt. Für mich waren diese sehr interessant, denn ich finde es beeindruckend, wie aus einem zunächst einfachen Stück Stahl ein maßgenaues Bauteil entsteht.
Das nächste inhaltliche Kapitel war die Pneumatik – eine sehr anspruchsvolle Art der Steuerung und in der Kombination mit Elektronik noch um ein Vielfaches schwieriger. Sobald man jedoch das Grundprinzip verstanden hat, geht es einem nach ein wenig Übung leicht von der Hand. Die letzte Hürde bevor wir in die verschiedenen Abteilungen entlassen wurden, war der Bau einer Dampfmaschine. Ein „Wahnsinnsgerät“. Hierzu haben wir erst einmal einen Druckkessel gelötet bevor wir die anderen rund 25 Elemente der Maschine fertigten. Anschließend habe ich die Maschine montiert und versucht, sie zu starten - es misslang mir. Mit einigen hilfreichen Tipps meines Ausbilders und der notwendigen Nachbesserung lief sie letzten Endes doch. Es ist ein tolles Gefühl, wenn die Mühen der Arbeit Früchte tragen.
Nach fast einem Jahr war die Zeit in der Lehrwerkstatt auch schon vorüber. Nun bin ich in der Abteilung zur Labello-Produktion eingesetzt. Nach diesem Einsatz werde ich noch viele andere Abteilungen kennenlernen und dort meine Kenntnisse erweitern. Zu diesen Abteilungen gehören u.a. auch die Zentralwerkstatt und die NIVEA-Abteilung. Auch die Lehrwerkstatt werde ich für besondere Projekte wieder besuchen. In diesen vielseitigen Einsatzbereichen ist es notwendig, meine bisher erworbenen Grundkenntnisse anzuwenden, damit ich mir gestellte Aufgaben selbstständig lösen kann.
Ich bin auch nach einem Jahr noch froh darüber, mich für diesen Ausbildungsberuf entschieden zu haben und freue mich auf die vor mir liegende Zeit.