Konfokales Laserscanning Mikroskop (CLSM)

Hautmessung mit dem CLSM
Seit 1998 steht dem Bioengineering-Team von Beiersdorf für die Suche nach neuen Wirkstoffen ein „Konfokales Laserscanning Mikroskop“ (CLSM) zur Verfügung. Das ursprünglich für die Dermatologie (z.B. Diagnostik von Hautkrebs) entwickelte Gerät war zu dieser Zeit eine Weltneuheit: Das CLSM im Hamburger Forschungszentrum war damals das erste seiner Art in Europa und das fünfte weltweit. Dank dieser Methode konnten im Forschungszentrum seither tiefe Einblicke in die menschliche Haut und deren Strukturen gewonnen werden, ohne dass von Probanden Hautproben entnommen werden müssen.

Die Aufnahmen mit dem CLSM zeigen, dass im Alter die Zahl der Papillen abnimmt. Dies sind Verzahnungen der Epidermis mit der Dermis (als helle Ringstrukturen dargestellt).
Was passiert beim CLSM?
Bei dieser Art der Mikroskopie kann Laserlicht am Menschen gezielt an definierte Punkte in unterschiedliche Ebenen der Epidermis und Dermis geleitet werden. Durch das reflektierte Licht entstehen Bilder von zweidimensionalen Schnitten durch Zellen und Gewebe, die auch dreidimensional rekonstruiert werden können. Bis zu 20 Rasterbilder pro Sekunde werden so gewonnen, die exakte Einblicke über Art, Umfang und Anzahl von Zellen und Papillen in der Haut liefern. Anhand dieser Bilder erhielten Beiersdorf Forscher neue Erkenntnisse über die Veränderungen von Hautstrukturen im Alterungsprozess.