

Mit bis zu zwei Quadratmetern Fläche und einem Gewicht von bis zu 12 Kilogramm ist die Haut das größte Organ des Menschen und übernimmt eine Vielzahl von Aufgaben. Mit Hilfe von etwa 1,5 Millionen winzigen Nerven-endungen in der Haut, ist es möglich Vibration und Schmerz wahrzunehmen, zu tasten sowie Druck und Temperaturreize zu empfinden. Als „Aufnahmeorgan“ kann die Haut Substanzen aus der Umwelt in den Körper aufnehmen – beispielsweise beim Auftragen von Pflegeprodukten. Der Säureschutzmantel verhindert, dass Keime in den Körper eindringen. Mit der Bildung von Schweiß wird eine Überhitzung verhindert. Und natürlich ist die Haut ein hoch spezialisierter Schutzwall gegen Feuchtigkeitsverlust, Kälte, UV-Licht, mechanische Reize und Krankheitserreger.

Die äußerste Hautschicht ist die Epidermis, die ihrerseits aus verschiedenen Zellschichten besteht: In der untersten werden kontinuierlich neue Zellen, sogenannte Keratinozyten gebildet. Innerhalb von nur zwei Wochen wandern diese an die Hautoberfläche, sterben ab, verhornen und bilden dort zusammen mit speziellen Lipiden eine neue gefestigte, schützende Oberhautschicht, die Hornschicht. An der Hautober-fläche schuppen die verhornten Zellen zuletzt unmerklich ab. Auf diese Weise erneuert sich die Epidermis alle vier Wochen einmal komplett neu. In der unteren Epidermis finden sich darüber hinaus die Pigmentzellen, Melanozyten genannt. Diese bilden das Pigment Melanin und sind verantwortlich dafür, dass die Haut eine schützende Bräune aufbaut, sobald diese mit UV-Licht in Berührung kommt.

